Vogel des Jahres ist eine Kampagne, die seit 1971 vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) geführt wird. Damit waren diese Naturschutzorganisationen die ersten, die durch die jährliche Ausrufung eines

Kandidaten auf die Gefährdung der Tiere und Lebensräume aufmerksam gemacht haben.

 

Geschichte:

Die erste Wahl zum Vogel des Jahres fand 1970 als regionaler Jahresvogel-Probelauf im baden-württembergischen Landesverband des NABU – damals noch „Deutscher Bund für Vogelschutz“ (DBV) – mit der Wahl des Graureihers statt. Seit 1971 wird die Aktion bundesweit durchgeführt.

 

Auswahlkriterien:

Die Auswahl des Vogels des Jahres erfolgt nach der Gefährdung der Art oder ihres Lebensraumes durch den Menschen. Dabei kann es vorkommen, dass die gleiche Art auch mehrfach mit diesem Titel gekürt wird, wie bisher Weißstorch (1984, 1994) und Eisvogel (1973, 2009).

 

Internationale Wahlen:

Die Aktion hat bis heute viele Nachahmer gefunden. Durch BirdLife Österreich wird seit dem Jahr 2000 der Vogel des Jahres gekürt vom NABU übernommen, der Schweizer Vogelschutz und die Lëtzebuerger Natur- a Vulleschutzliga (LNVL) in Luxemburg küren beispielsweise ihre eigenen Jahresvögel. Insgesamt werden in mehr als einem Dutzend Ländern in Europa Vögel des Jahres gewählt.

Außereuropäische Wahlen zum Vogel des Jahres werden unter anderem in Südafrika und Neuseeland durchgeführt.

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