Berichte von unseren Veranstaltungen


Frühlings - Wildkräuterküche

 

Am 5. Mai 2018 führte Ulrich Dopheide wieder einen der beliebten Spaziergänge mit Wildkräuterkunde und gemeinsamem Kochen und Verkosten.

Vom S-Bahnhof Hebertshausen sind es nur wenige Schritte zur Blumenwiese. Auf dem kurzen Weg dorthin zeigte Ulrich Dopheide essbare und nicht essbare Sträucher, auf der Wiese sammelten die Teilnehmer dann Löwenzahn-, Brennnessel-, Giersch- und Spitzwegerich-Blätter. Sie wurden nach Anleitung - denn die Handhabung von Feuer im Freien muss ja verantwortlich durchgeführt werden - frittiert und verkostet. Zum Sattwerden hat es noch nicht gereicht, aber die Kostproben haben prima geschmeckt, und wir hatten vergnügliche und informative Stunden auf der Wiese!

 

 

 

Fotos: Schwarzmaier
Fotos: Schwarzmaier

Von ordentlichen Menschen und verschwindenden Vögeln

 

 

Ein Vortrag von Dr. Einhard Bezzel

 

Dr. Bezzel ist einer der renommiertesten Ornithologen Deutschlands, Autor zahlreicher Bücher und Artikel zur Vogelwelt und ein viel gefragter Redner mit immensem Fachwissen.

In seinem Vortrag am 10. Januar 2017 haben die Zuhörer eine intensive Darstellung der Veränderung der "ganz normalen" Vogelwelt anhand teils jahrzehntelanger Beobachtungen häufiger Vogelarten erlebt. 

Als häufigste Ursache des enormen Rückgangs der Allerweltsvogelarten wie Haussperling, Stieglitz, Grünfink usw. wurden menschliche Pflege-Eingriffe herausgearbeitet, die den Vögeln mitten im Sommer, wenn Jung- und Altvögel dringend weiter Nahrung benötigen würden, diesen das Futter vor dem Schnabel wegmähen, was die Tiere dann zum Abwandern nötigt. Auswirkungen auf die Gesamtpopulation bleiben nicht aus.

Das Gefüge von Herbizid- und Insektizid- Anwendung im Zusammenwirkung mit ungünstiger Pflege und penibler Ordnung in Gärten und der Landschaft bewirkt einen Rückgang mancher Vogelarten um bis zu 75 %!

 

 

 

 


Exkursion an die Mittleren Isar-Stauseen

 

Am 4. September 2016 fand die Fahrt zum Moosburger und zum Echinger Stausee – den Mittleren Isar-Stauseen – statt.

Wir hatten Glück mit dem Wetter: Klare Sicht und erst ab Mittag aufkommende Bewölkung. 

Eine Unzahl schöner, interessanter Arten machte unseren Ausflug zu einem großartigen Erlebnis: Grünschenkel, Bekassine, Tüpfelsumpfhuhn, Kleines Sumpfhuhn, ein Großer Brachvogel, Kampfläufer und Wasserrallen stocherten im Schlick des niedrig stehenden Wassers im Echinger Stausee. Dazu ließen sich Baum- und Rotfußfalke bei der Jagd zusehen, auch eine stark mausernde männliche Rohrweihe zeigte sich im Flug. Ein junger Habicht scheuchte eine Gruppe Tauben auf. Fluss- und Trauerseeschwalben flogen mit den Möwen um die Wette; Grau-, Silber- und auch zwei Seidenreiher standen zwischen den Schwänen, Gänsen und den vielen Entenarten wie Krick-, Kolben-, Schnatter-, Reiher- und Tafelenten. Eine Besonderheit war auch der Rothalstaucher, der sich unter seine Verwandten, Haubentaucher und Zwergtaucher, mischte.

 

 

Großer Brachvogel und Kampfläufer, durch das Spektiv aufgenommen
Foto: Schwarzmaier
Großer Brachvogel und Kampfläufer, durch das Spektiv aufgenommen
Foto: Schwarzmaier
Echinger Stausee Foto: Schwarzmaier
Echinger Stausee    Foto: Schwarzmaier
Kolbenenten Foto: Schwarzmaier
Kolbenenten    Foto: Schwarzmaier


Exkursion zur Europäischen Fledermausnacht Samstag, 27. August 2016

 

An diesem wunderschönen Abend kamen viele Besucher, darunter auch eine Menge Familien mit ihren Kindern, zum Vortrag über die Fledermäuse und die anschließende "Jagd" nach den Tierchen im Lichtschein der Taschenlampen. Es ließen sich auch einige der Flattertiere sehen. Referent Hartmut Lichti identifizierte sie mit Hilfe seines Batdetektors als Wasser- und Zwergfledermäuse.

Anschließend fachsimpelte man noch, deckte sich und die Kinder am reich gedeckten Info-Stand mit Broschüren und liebevoll gestalteten Mal- und Bastelmaterialien ein, und die feinen Fledermaus-Kekse stärkten auch dieses Jahr wieder für den gemütlichen Heimweg.

 

 

Viele Besucher kamen zur Batnight
Viele Besucher kamen zur Batnight
Gespannte Blicke in den dunklen Kanal
Gespannte Blicke in den dunklen Kanal


Ismaninger Speicherseen 6. September 2015

 

Das Ramsar-Gebiet Ismaninger Stauseen beherbergt zahlreiche Brutvögel und ist zugleich eines der wichtigsten Zugvogel-Rastplätze Bayerns. Erwin Taschner, Mitglied der Ornithologischen Gesellschaft, führte uns am 6. September in eines der an Vogelarten reichsten Gebiete Süddeutschlands.

Wer beim morgendlichen Regenschauer nicht den Mut zum Mitfahren verlor, wurde an den Speicherseen bei teils sonnigem Wetter mit beeindruckenden Beobachtungen und einer exzellenten Führung belohnt. Etwa 20 Silberreiher, viele Hundert Schwalben, dicht über dem Wasser jagend, dabei auch noch einige Mauersegler; natürlich viele Entenarten und Haubentaucher, dazu Baumfalke und Rohrweihe ließen sich beobachten. Unser Führer schilderte daneben auch die beeindruckenden technischen Hintergründe und die Entstehungsgeschichte der Ismaninger Speicherseen. 


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