Feuchtwiese Lufis:

 

 

Standort: Nördlich der Stadtgrenze Münchens

Moorige Feuchtwiese mit lockerem Baumbestand, überwiegend Birke, in unmittelbarer Umgebung einer Ausgleichsfläche des Autobahnbaus A99  mit mehreren Tümpeln, Trockenflächen und Schilfzonen

Größe: ca. 2,2 Hektar gesamt, 1 Hektar Wiese

Maßnahmen: Entbuschung und Mahd, Öffnung von Feuchtflächen, Erhalt des Charakters

Ziel: Erhalt des Feuchtcharakters

Lebensraum für: Säuger wie Reh, Hase, Fuchs und anderer Bewohner stadtnaher Randgebiete

Vögel:  Fasan, Drosselartige wie Wacholderdrossel, Singdrossel und Amsel, Ringeltaube, häufige Laubsängerarten, Grünspecht,  Rotkehlchen, Buchfink und Goldammer, Rohrammer, Schwanzmeise

Grünfrösche, verschiedene Libellen, herausragend angrenzend der Kleine Blaupfeil, Mädesüß-Perlmutterfalter

Pflanzen: Strauch-Birke, Pfeifengras, Rasenschmiele, Seggen, Wollgras, Prachtnelke, Wiesen-Baldrian, Mädesüß, Gilbweiderich, Wasserdost und Schilf.

 

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Besonderheiten und Maßnahmen

Goldene Acht oder Gemeine Heufalter (Colias hyale)
Goldene Acht oder Gemeine Heufalter (Colias hyale)
Grasfrosch (Rana temporaria)
Grasfrosch (Rana temporaria)
Wohlriechender Lauch (Allium suaveolens Jacq.)
Wohlriechender Lauch (Allium suaveolens Jacq.)

 

Nachdem 2014 - 2016 jeweils im Sommer mit Genehmigung der "Unteren Naturschutzbehörde LKR Dachau" das Schilf behutsam gemäht wurde, konnten mitlerweilen einige Streifen nahezu davon befreit und anderen Pflanzen ein neuer Lebensraum erschlossen werden. Weiterhin wurde das Gebiet, jeweils im Herbst, weiterhin wechselweise gemäht. Eine deutliche Zunahme der Artenvielfalt ist bisher zu verzeichnen. Dasweiteren wurde mit Hilfe des Landschaftspflegeverbandes und mit Geldern des Landkreises im März 2017 eine massive Entbuschung im östlichen Bereich vorgenommen. Dies soll in den nächsten Jahren weitergeführt werden. Ziel ist eine Vergrößerung der Freiflächen.


Herbstliches Biotop

Pfeifengraswiese "Lufis" in herbstlicher Pracht nach der Teilmahd
Foto: Schwarzmaier
Pfeifengraswiese "Lufis" in herbstlicher Pracht nach der Teilmahd
Foto: Schwarzmaier

Gärtnern im sommerlichen Biotop - Neophytenbekämpfung

Mannshoher Springkrautbestand
Mannshoher Springkrautbestand
Goldrute - hübsch, aber breitet sich auf Kosten anderer Pflanzen stark aus
Goldrute - hübsch, aber breitet sich auf Kosten anderer Pflanzen stark aus
Drüsiges Springkraut bildet rasch gigantische Bestände
Drüsiges Springkraut bildet rasch gigantische Bestände

 

Auch in unseren Biotopen würden Pflanzen wie das Drüsige Springkraut und die Goldrute sich gerne breit machen. Um die Vielfalt an heimischen Gräsern und Blütenpflanzen zu erhalten, haben wir die Neophyten in einigen Flächen in die Schranken gewiesen. Dabei ging es nicht ohne Maschineneinsatz ab.

Nun können Wasserdost, Mädesüß und andere Arten wieder aufatmen, die Insekten finden eine Vielfalt an Blüten vor, und das nützt natürlich auch unserer Vogelwelt.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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